Völliges Unverständnis herrscht aber nicht nur bei der JU über die z.T. haarsträubenden Argumente der SPD und der Bündnis90/Die Grünen, die im Rat letztendlich dazu führten ,dass auch drei CDU-Mitglieder den Vorschlag des Bürener Ortsvorstehers Wigbert Löper, der Vorsitzenden des Ausschusses für Familie, Bildung und Generationen, Irmgard Kurek , und des Ortsunionsvorsitzenden Markus Caspari nicht mittragen wollten.
„Wenn die SPD die Meinung vertritt, ein solches Bonussystem führe zu einer Wettbewerbsverzerrung, dann zeigt das, dass sie die Idee einfach nicht begriffen hat,“ so Haupt. Der Bonus, den letztendlich die Einzelhändler in der Innenstadt den Schülercard-Inhabern gewähren (können), habe nichts mit Wettbewerbsverzerrung zu tun. In diesem Zusammenhang erinnerte er an die mit großer Mehrheit gefassten Beschlüsse zur Stärkung der Innenstadt im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes. „Wenn man ein solches Handlungskonzept zur Stärkung der Innenstadt beschließt, kann man nicht bei der konkreten Umsetzung – und die Schülercard ist nichts anderes als ein Baustein in diesem Konzept- dagegen sein. Ein solches Bonussystem soll nun mal die Schüler und ihre Familien in die Innenstadt bringen und so zur Belebung des Zentrums beitragen. Dass der Einzelhandel dabei eine wichtige Rolle spielt, hat nichts mit Wettbewerbsverzerrung zu tun.“
„Der Versuch von Herrn Zühlke (Bündnis 90/Die Grünen), angebotene Vergünstigungen durch die Schülercard als Förderung des Konsumterrors (durch die Werbung erzeugter Druck, der den Verbraucher dazu bringen soll, ständig mehr Dinge als eigentlich nötig zu kaufen) abzuqualifizieren, ist völlig abwegig.
Alle bisherigen Bemühungen des Einzelhandels und der Stadt, das Zentrum zu stärken und Büren attraktiver zu machen werden so ad absurdum geführt. Alle 17 Schulen im Bürener Stadtgebiet, denen das Projekt im Vorfeld vorgestellt wurde, befürworten und unterstützen die Idee.“ so JU´ler Nicolas Behlen.
Darüber hinaus rückt auch die SPD von ihrer seit Jahren – mit Recht- vertretenen Meinung ab, Jugendliche und Familien zu unterstützen. Gerade die mit der Schülercard verbundenen (finanziellen) Vergünstigungen tragen doch zur Entlastung der Schüler und ihrer Familien bei. Schade, dass Schüler und ihre Familien der SPD offensichtlich egal sind. Finanziell weniger gut gestellte Schüler profitieren doch gerade davon, wenn Sie bei städtischen Einrichtungen und Veranstaltungen und beim Einkauf sparen können,“ äußerte der zweite JU- Stadtverbandsvorsitzende Philipp Kaup sein Unverständnis über die Argumente der SPD. Als völlig daneben bezeichnet Kaup die Aussagen des Dr. Heinrich Zimmermann (SPD), dass die Stadt Büren nicht dem reichen Arztsohn aus Salzkotten Vergünstigungen beim Besuch des Bürener Freibades einräumen könne, nur weil der in Büren zur Schule gehe.
Dazu kann man nur sagen: „Herr Dr. Zimmermann und liebe SPD, Sie haben einfach nicht begriffen, um was es geht. Nochmal: es geht um die Belebung der Stadt Büren, explizit der Innenstadt. Es ist dabei völlig unwichtig, ob der reiche Arztsohn aus Salzkotten oder finanziell möglicherweise schwächer Gestellte Büren aufsuchen und sich in der Stadt aufhalten, Hauptsache es hält sich jemand hier auf und findet Interesse an Büren.“
Schade, wenn durch SPD, Grüne und FDP aufgrund weniger unhaltbarer Argumente eine solch überzeugende Idee zunichte gemacht würde und damit die Innenstadt Bürens, die Schüler, die Familien und der Einzelhandel auf der Strecke blieben.
Aber auch die Ablehnung dreier CDU-Ratsmitglieder wirft Fragen auf. „Kommunikationsprobleme in der Partei, die letzten Endes zu einem solchen Ergebnis führen, sollten in Zukunft nicht mehr auftreten.“ so Nicolas Behlen.
Wenn es etwas zu kritisieren gibt, dann sollte man das auch tun. So ist nun mal das Credo der Jungen Union. Wir haben auch schließlich den Anspruch den „Stachel im Fleisch“ oder nicht so plakativ ausgedrückt, der „Motor der Mutterpartei und vor allem der Jugend“ zu sein, so die JU.
Fest steht: „Diese Idee muss weitergeführt werden und sie wird weitergeführt!“ so der CDU-Fraktionsvorsitzende Joachim Finke, Irmgard Kurek, Wigbert Löper und Markus Caspari. „Der Zuspruch, den wir nicht nur von den Einzelhändlern der Innenstadt, sondern auch von vielen Bürenern am Rande des „Bürener Frühlings“ erfahren haben, da sind sich die JU und CDU einig, ist überwältigend.“
„Deshalb wird es bestimmt die Schülercard geben. Ob der Rat dann weiterhin bei seiner Meinung bleibt, ein solches letztendlich für Schüler, ihre Familien und die Stadt Büren gedachtes Projekt nicht zu unterstützen, wird man sehen“ so David Haupt.
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[22.03.2010]